• Nah dran, am Puls der Zeit - Oberstufe diskutiert mit Politiker über Wehrpflicht

    Ist es gerechtfertigt, dass in die persönliche Freiheit eingegriffen wird, um die Freiheit der Gesamtgesellschaft zu sichern? Und weshalb sollte gerade die junge Generation in die Pflicht genommen werden, obwohl diese dem Wehrdienst häufig sehr kritisch gegenübersteht? Unter anderem diesen Fragen hat sich Tilman Kuban – Bundestagsabgeordneter der CDU – am 18. September in einer Diskussionsrunde mit Oberstufenschüler*innen am Hannah-Arendt-Gymnasium gestellt.

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  • Obst und Gemüse für Jahrgang 5 und 6

    Auch in diesem Jahr war unsere Bewerbung beim EU-Schulprogramm erfolgreich: Ab der kommenden Woche erhalten alle Schüler:innen der Jahrgänge 5 & 6 Obst und Gemüse wieder kostenfrei in die Schule geliefert. Die Lieferung erfolgt durch die Gemüsekiste aus Hemmingen.

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  • Faires Frühstück und Afrikaabend im Bücherhaus am Thie

    Herzliche Einladung zum Fairen Frühstück in der Mariengemeinde, und zwar am Samstag, den 19.09.2026, um 9.30 Uhr. Schüler:innen unserer Schule sind für unseren Kooperationspartner Eine-Welt-Laden Barsinghausen vor Ort. Zu Gast ist Ute Bocandé aus Thiès (Senegal) und berichtet über das Schülerhilfe-Projekt, zu dem das von uns unterstützte Internat in Salemata gehört.

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Kunst

Auf dem Flur des Verwaltungstrakts unserer Schule hängt die Arbeit einer Schülerin, damals im zehnten Jahrgang, auf dem man eine stilisierte Hannah Arendt sieht und neben ihr, ebenso klar, steht in schwarzen Lettern auf weißen Grund, in Anlehnung an ein Zitat der Namensgeberin KUNST HILFT VERSTEHEN.

Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es, ein Plakat zu gestalten, das für ein abstraktes Gut oder für ihre/unsere Schule wirbt. Bemerkenswert schlicht versteht die Schülerin es in dieser Arbeit, beides zu leisten, indem sie den programmatischen Satz Arendts, „Ich will verstehen“, abwandelt und dessen Essenz mit dem selbst erlebten Unterricht, also der Schulwirklichkeit, verknüpft und in eine Form bringt.

KUNST ist kein abstrakter Wert, keine eigenständige Größe, KUNST ist schön, macht aber auch Arbeit, KUNST leistet vor allem zwei Dinge: KUNST MACHT SICHTBAR, Kunst beschäftigt und drittens: Kunst bricht die Regeln (ebenso wie sie diese selbst aufstellt).

Kunstunterricht

Einer der großen Kunstlehrer (vielen aber meist eher als Künstler bekannt) des 20. Jahrhunderts, Wassily Kandinsky, führt das Anliegen, ja die Existenz unserer Fachgruppe eigentlich ad absurdum, wenn er sagt, dass „Kunst [...] tatsächlich nicht zu erlernen [ist].“ Und Recht hat er! Mit Kunst muss man angesteckt werden, denn wenn überhaupt ist Kunst „eine ansteckende Tätigkeit“ (Tolstoi), die umso besser ist, je ansteckender sie ist. Sie steckt uns und die Dinge unserer Welt mit Bedeutung an.

Folgen wir diesem Gedanken, dann wird deutlich, dass Kunstunterricht nur bedingt klassischen Mustern des schulischen Lehren und Lernens folgen kann, nein darf, und das Individuum des Lernenden, pardon, des Anzusteckenden mit seinem kulturellen Immunsystem Ziel all unserer Bemühungen sein muss. Anregen, Inspirieren und Herausfordern sind die Tätigkeiten, die den Unterricht bestimmen müssen.

Das Mittel hierzu ist an erster Stelle die Konfrontation. Konfrontation mit Objekten. Konfrontation mit Situationen. Konfrontation mit der eigenen Wahrnehmung. Konfrontation mit dem Selbst. Und vor allem mit dem Anderen. Und durch die Konfrontation das Erweitern der eigenen Wahrnehmung, der eigenen Fertigkeiten im Umgang mit der sinnlichen Welt und dem werdenden Inneren, als der Grenze, an der der Zündfunke der Bedeutung überspringt.

Konfrontation in der Inkubationszelle Unterricht sind Beispiele anderer Angesteckter, ihre Werke als Ausdruck ihrer Biografie, ihres Denken und ihrer Zeit, aber auch als Spiegelfläche des Betrachters, der wir selbst sind.

Konfrontation ist das Erproben von Techniken und Materialien, denn die inneren Spuren der mit den eigenen Händen gemachten Erfahrungen lassen sich nicht – im Unterschied zu den äußeren – durch Wasser und  Seife wieder entfernen, sondern unterstützen das Verständnis für die Zusammenwirkung, Prozesshaftigkeit und Konzeptualität von Werken.

L. Schröder