



Werte und Normen
1. Bildungsbeitrag des Faches WN
Dass das Fach Werte und Normen auf drei Bezugswissenschaften (Philosophie, sozialwissenschaften und Religionswissenschaft) zurückgreift, ist ein erster Hinweis auf die Herausforderung, die dieses Fach an die Schülerinnen und Schüler stellt. Hinzu kommt die Besonderheit dieses Unterrichtsfaches: Es trifft immer auf Voraussetzungen bei Schülerinnen und Schülern, die es selbst kaum oder in nur geringem Maße geschaffen oder geprägt hat: Wert- und Verhaltensmuster, religiöse und/oder weltanschauliche Prägungen, Moralvorstellungen etc. Auf diese reagiert das Unterrichtsfach verstehend und verstehend-machend und nimmt zugleich gestaltend Einfluss. Das Vorhandene im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ zu machen und ihm zugleich etwas entgegenzusetzen (u.a. als historisches Orientierungswissen), das die vorhandenen Wertmuster zu provozieren, erweitern, verstärken, in Frage zu stellen vermag.
Beides, Wissensvermittlungs- und Reflexionsprozesse sind als gegenseitige Bedingungsfaktoren nicht voneinander zu trennen, sodass im Ethikunterricht ein klares Angebot kategorial gestützten Orientierungswissens zur Verfügung gestellt werden muss, welches eine über das Alltagsmeinen hinausgehende Reflexionsebene erschließen kann.
Das Unterrichtsfach Werte und Normen trägt zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit individuell-existenziellen sowie gesellschaftlich-globalen Problemfeldern bei.
Didaktische Priorität kommt der Auseinandersetzung mit Wahrheit und Wirklichkeitsansprüchen sowie der Entwicklung einer ethischen Urteilsbildung zu.
2. Kompetenzen
a. Prozessbezogene Kompetenzen
b. Inhaltsbezogene Kompetenzen
Sekundarstufe I:
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Inhaltsbezogene Kompetenzbereiche |
Leitthemen Jg. 5 und 6 |
Leitthemen Jg. 7 und 8 |
Leitthemen Jg. 9 und 10 |
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Fragen nach dem Ich |
Umgang mit Erfolg und Misserfolg |
Sucht und Abhängigkeit |
Entwicklung und Gestaltung von Identität |
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Fragen nach der Zukunft |
Zukunftswünsche und –ängste |
Verantwortung für Natur und Umwelt |
Altern, Sterben und Tod |
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Fragen nach Moral und Ethik |
Regeln für das Zusammenleben |
Freundschaft, Liebe und Sexualität |
Ethische Grundlagen für Konfliktlösungen |
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Fragen nach der Wirklichkeit |
Begegnungen mit Fremdem |
Menschenrechte und Menschenwürde |
Wahrheit und Wirklichkeit |
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Fragen nach Religionen |
Monotheistische Weltreligionen |
Leben in einer christlich geprägten Kultur |
Weltreligionen und Weltanschauungen |
Sekundarstufe II:
c. Operatoren – eine Auswahl
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d. Zentrale Grundbegriffe – eine Auswahl
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2. Unterrichtsmethoden – eine Auswahl
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Diese Unterrichtsmethoden sind prinzipiell für alle Unterrichtsfächer geeignet.
3. Formalia
4. Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung erfolgt unabhängig der weltanschaulichen Einstellung der Schülerinnen und Schüler. Zu beurteilen sind die im Prozess des Unterrichts erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.
a. Mitarbeit im Unterricht
Bei kooperativen Arbeitsformen sind sowohl die individuelle als auch die Gesamtleistung mitzubewerten.
Dabei werden die methodisch-strategischen als auch die sozial-kommunikativen Leistungen mitbewertet.
b. Schriftliche Lernkontrollen
Hier werden überwiegend Kompetenzen überprüft, die innerhalb einer Unterrichtseinheit in einem überschaubaren Rahmen erworben wurden.
Darüber hinaus werden aber auch Kompetenzen überprüft, die langfristig erworben wurden.
Neben der Reproduktion von Kenntnissen soll des Weiteren ein Transfer und begründetes Urteilen abgeprüft werden.
Quellen: